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Liquiditätsreserven

freie Liquiditätsreserven, Überliquidität

umfaßt Kassen-, Bank-, Postscheckbestände, diskontierfähige Besitzwechsel, Wertpapiere des Umlaufvermögens, sonstige Teile des Umlaufvermögens mit hohem Liquiditätsgrad sowie kurzfristig realisierbare Finanzreserven (z. B. offene Kreditlinien, zugesagte Kredite, geplante Kapitalerhöhungen). Liquiditätsreserven sind notwendig zur Sicherung des finanziellen Gleichgewichts der Unternehmung (Finanzierungsziele, Finanzplanung, Risikopolitik). Ihre optimale Dimensionierung geschieht vor dem Hintergrund, daß durch zu niedrige Reserven u. U. das Liquiditätsrisiko schlagend werden kann, in jedem Fall aber die Unternehmensleitung in ihrem Souveränitätsstreben beeinträchtigt wird, und daß zu hohe Reserven die Rentabilität negativ beeinflussen. Die Höhe und Struktur der Liquiditätsreserve ergeben sich damit aus den jeweils verfolgten Finanzierungszielen. Weitere Einflußfaktoren sind die Risikofreudigkeit der Unternehmensleitung, Stabilität, Volumina und Struktur der Zahlungsströme, Industriezweig, Konjunkturlage, Branchenusancen (Liquiditätsspektrum).Die Berechnung der Liquiditätsreserve erfolgt auf der Basis des kurzfristigen Finanzplans.

stellt einen Überschuß an liquiden Mitteln über den Bedarf hinaus (Überliquidität) dar. Ähnlich können leicht liquidierbare Vermögensgegenstände oder unausgeschöpfte Kreditlinien bei Banken usw. als Liquiditätsreserve aufgefaßt werden. Die Liquiditätsreserve kann der Dekkung eines unerwartet auftretenden Zahlungsbedarfs dienen aber auch dem Zweck, Zahlungsstockungen oder gar Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Der Grund hegt in den unsicheren Erwartungen bezüglich der künftigen Entwicklung der Liquidität, da die genaue Höhe der künftigen Einnahmen und Ausgaben nicht bekannt ist. Im Gegensatz zur Überliquidität spricht man für den Fall einer vorüber gehenden Unmöglichkeit, die fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen, von Unterliquidität. Häufiger gebräuch lich für diesen Fall ist jedoch die Be zeichnung »Zahlungsstockung«. Da eine nicht erforderliche Liquiditätsreserve zu ver meidbaren Aufwendungen (z. B. Bereitstellungsprovision für nicht in An spruch genommene Kredite) oder zu Ertrags(z. B. Zins) ausfällen führt, wird versucht, das Halten von Liquiditätsreserve durch Liquiditätspläne, aus denen sich Höhe und Zeitdauer voraussichtlicher Liquiditätsengpässe ergeben, über flussig zu machen oder zumindest ein zuschränken.

Bestände an liquiden Aktiva in Händen einer Wirtschaftseinheit, die entweder direkt als Zahlungsmittel verwendet oder mit unerheblichem Zeit- und Wertverlust in solche umgewandelt werden können (Liquidität). Für die Beurteilung der monetären Entwicklung einer Volkswirtschaft sind die Liquiditätsreserven des Bankensystems von besonderem Interesse. Die Deutsche Bundesbank hob lange Zeit die sog. freien, d.h. nicht (z.B. durch Mindestreservevorschriften) gebundenen Liquiditätsreserven der Banken in ihrer Analyse der -# Bankenliquidität hervor.



Sofort verfügbare Geldmittel zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Kreditinstitute unterhalten ausreichende Liquiditätsreserven, um auch größere Zahlungsanforderungen erfüllen zu können.

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