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Rendite

gibt die effektive Verzinsung von Wertpapieren an und berechnet sich als Summe von Nominalzins bzw. Dividende (gegebenenfalls zuzüglich Kursveränderung [ Kurs]) multipliziert mit 100 und dividiert durch den Kaufkurs des Wertpapiers. Dabei ist die Rendite bei gleichem Zinssatz umso höher, je niedriger der Wertpapierkurs, und umgekehrt. Eine Anleihe mit einem Nennwert von 100 und einem Nominalzins von 10 % hat bei einem Kurswert von 90 eine Rendite von 11,11 %.

Die Rendite stellt den jährlichen, prozentualen Gesamterfolg einer Geld- oder Kapitalanlage dar. Sie ist ein Maßstab zur Beurteilung der Rentabilität eines Objektes.

Die Rendite ist der (jährliche) Gesamtertrag eines angelegten Kapitals. Sie wird i.d.Rendite in Prozent des angelegten Kapitals gemessen.

(engl. annual rate of return, return of investment) Das Verhältnis zwischen dem ex post realisierten Ertrag einer Investition zum Kapitaleinsatz (Kapital) kann durch die Rendite beschrieben werden. Üblicherweise wird die Rendite in Prozent angegeben, wobei der ursprüngliche Kapitaleinsatz (100%) berücksichtigt wird. Beispiel: Eine Investition in Höhe von 20 000 € mit einer Gesamtrückzahlung von 25 000 € führt zu einem realisierten Ertrag von 5000 €. Bezogen auf den ursprünglichen Kapitaleinsatz beträgt die Rendite 25 %. Oft wird die Rendite bezogen auf den Zeitraum von einem Jahr (p. a., lat. = per anno) angegeben. Wenn im obigen Beispiel der Ertrag nach zwei Jahren erzielt wurde, so ergibt dies bei einfacher Zinsrechnung, also ohne Zinseszins (Zinsen), 12,5 % p. a. Im Geschäftsverkehr wird heute jedoch die jährliche Rendite nicht mittels einfacher Zinsrechnung, sondern zinseszinslich bestimmt. Im Beispiel ergäbe sich bei Rechnung mit Zinseszins eine Rendite von etwa 11,8 % p. a.

Tatsächliche Verzinsung oder Effektivzins eines angelegten Kapitals. Bei der Anlage in Wertpapieren werden die Kauf- und Verkaufspesen und evtl. laufende Kosten ebenso berücksichtigt wie laufende und einmalige Erträge, z.B. durch ein Disagio. Mathematisch korrekt muss die Rendite nach den finanzmathematischen Regeln berechnet werden. Als Faustregel für festverzinsliche Wertpapiere kann folgende Formel verwendet werden, wenn Zusatzkosten unberücksichtigt bleiben:

Als Rendite eines Wertpapiers bzw. eines » Portefeuilles von Wertpapierenbezeichnet man den auf den Wert zuPeriodenbeginn bezogenen Wertzuwachs des Wertpapiers oder des Portefeuilles während der Anlageperiodein Prozent des Anfangs wertes. In denWertzuwachs eingerechnet werdenmüssen die im Laufe der Periode angefallenen Zins oder Dividendenzahlungen. Der Bruttorendite gegenübergestellt werden kann die Nettorendite, bei deren Berechnung ggfs. Depotgebühren oder Steuerbelastungen berücksichtigt werden (Effektivzins).

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Verzinsung (effektiver Ertrag) eines eingesetzten Kapitals.

Z. T. auch: Effektivverzinsung. Prozentual vom angelegten Geldkapital ausgedrückter gesamter Ertrag einer Geld- bzw. Kapitalanlage. Exakte Berechnung ist nach Verfahren der Zinseszinsrechnung und i. d. Rendite nur mittels leistungsfähiger Rechner möglich. Als praxisnahe Näherungsformel dient der Ausdruck: Rendite = Jahresertrag aus der Anlage plus Agio/Disagio dividiert durch die Zahl der Jahre der Restlaufzeit; das Ergebnis dividiert durch den - evtl. durchschnittlichen - Wert bzw. Kurswert der Anlage.

Effektivzins, Rentabilitätsrechnung  

(A) (Errechnungsmethoden) Die Rendite bestimmt den Erfolg einer Investition über einen bestimmten Zeit­raum T bezogen auf das eingesetzte Kapital. Je nach Berechnung liegt eine der folgenden Renditefor­men vor:
1. Wertorientierte Rendite Gibt es ausser den Zahlungen Va (Anfangswert) und Vb (Endwert) keine weiteren Mittelzu- bzw. -abflüsse des Investors (externe Zahlungen) und werden während der Laufzeit alle Rückflüsse der Inves­tition (interne Zahlungen) reinvestiert, so berechnet sich die Wert-orientierte Rendite (time weighted retum) in ihrer diskreten bzw. kontinuierlichen Form wie folgt:
Rendite Beide Formen der Berechnung rechtfertigen sich durch ihre speziellen Eigenschaften. Für die diskrete Rendite gilt: Die Rendite eines Portfolios ist gleich der Summe der gewichteten Einzelrenditen. Das Gewicht einer Teilinvestition bestimmt sich dabei als ihr Anfangswert bezogen auf den Gesamtwert. Für die kontinuierliche Rendite gilt: Die Rendite über einen Gesamtzeitraum ist gleich der Summe der einzelnen Zeiträume. Da kontinuierliche Renditen unterschiedlicher Zeiträume (nahezu) unkorreliert sind, ist mit dem Zentralen Grenzwertsatz die Annahme normalverteilter Renditen begründet. Ist ta = to < t1 < <tN_I< tN = te und liegen in den Zeitpunkten tn , n=1,...,N-1, weitere externe Zahlungen CF„ des Investors vor, wird für jeden Teilzeitraum (tn_1, tn ) die kontinuierliche Rendite separat berechnet:
Rendite Damit ist R, = R,1 + + Re b7 die kontinuierliche und Rd = exp(Re)-1 die diskrete Rendite des Gesamtzeitraumes T = (ta,te).
2. Cashflow-orientierte Rendite Ausgehend von einer Anfangsinvestition A zum Zeitpunkt to und Rückflüssen CF„ , n=1,...,N, zu den Zeitpunkten tn ist die Cashflow-orientierte Rendite (money weighted retum) definiert als Zinssatz R, für den die Summe der diskontierten Rückzahlungen gleich A ist:
Rendite Der Wert R wird auch Interne Rendite oder Effektivzins genannt. Die Laufzeiten tn — to sind dabei in Jahren gerechnet (Tageberechnung). Während die Cashflow-orientierte Rendite nur von den externen Zahlungen (Cashflows CF„) des In­vestors abhängt, geht in die Berechnung der Wertorientierten Rendite die Wertentwicklung der Inves­tition ein. Ein Investor entscheidet sich bei zwei Möglichkeiten zur Investition nach dem Renditekriterium, wenn er bei sonst gleichen Bedingungen die Investition mit der höheren Internen Rendite wählt. Siehe auch   Finanzmathematik (mit Literaturangaben). (B) (Wertpapiere), siehe   Wertpapierrendite.

 Return on Investment

Rendite/Effektivverzinsung ist der in einem Jahr erzielte Ertrag einer Geldanlage, gerechnet in % des investierten Kapitals.

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