Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Aufwertung

Erhöhung des Außenwertes einer Währung in Relation zu den restlichen Währungen. Die Folgen sind eine Verteuerung der Ausfuhren und eine Verbilligung der Einfuhren für das aufwertende Land. Gegensatz Abwertung.

Bei einer Aufwertung ändert sich das Tauschverhältnis mindestens zweier Währungen (Wechselkurs) zueinander. So bedeutet etwa eine Aufwertung des Euro im Vergleich zum Dollar, dass für einen Dollar weniger Euro gezahlt werden müssen. Die Aufwertung einer Währung bewirkt einerseits eine Verschlechterung der Wettbewerbsposition des betreffenden Landes, da seine Exportgüter teurer werden. Die Beeinträchtigung ist umso größer, je stärker es in die internationale Arbeitsteilung eingebunden ist. Ein geringerer Export wird sich negativ auf die nationale Konjunktur auswirken. Anderseits sinken durch die Aufwertung die Ausgaben für Importgüter, was die Nachfrage nach diesen anschiebt. Zusätzlich können sich wegen der verbilligten Einfuhren Zinssenkungsspielräume für die Zentralbank ergeben.

Verschiebung des Wechselkurses der inländischen Währung im Verhältnis zu ausländischen Währungen. Bei Preisnotierung, z. B. DM/1 US-$ (Mengennotierung: z. B. £/1 DM), fällt (steigt) der Devisenkurs in Reaktion auf die Aufwertung.

Eine Währung gilt als aufgewertet, wenn für sie von ausländischen Wirtschaftssubjekten mehr in der eigenen Währung gezahlt wird.
Beispiel:
Der Kurs des US-Dollar steigt von 1,60 EUR auf 1,76 EUR. Der Dollar ist in Bezug auf den EUR um 10% aufgewertet. Eine Aufwertung erschwert den Export und erleichtert den Import, wenn ihre Ursache nicht in Kaufkraftschwankungen, sondern beispielsweise in Zinsdifferenzen oder Interventionen liegt. Wenn eine Währung aufgewertet wird, ergibt sich für die Vergleichswährung eine entsprechende Abwertung.
Beispiel:
Der zum obigen Beispiel entsprechende Kurs der EUR in US-Dollar würde von 0,63 auf 0,57 US-Dollar zurückgehen, das entspricht einer Abwertung der EUR um 9,5 %.

ist eine Änderung des Wechselkurses mit der Folge, daß für eine inländische Währungseinheit ein höherer Betrag an Auslandswährung zu bezahlen ist. Für Auslandswährungen muß weniger an Inlandswährung bezahlt werden. Die Aufwertung der inländischen Währung wirkt sich exportmindernd aus, da bei eigentlich unveränderten Preisen die ausländischen Abnehmer ein Mehr an eigener Währung bezahlen müssen. Gegensatz: Abwertung.

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Steigender Außenwert durch steigende Nachfrage auf den Devisenmärkten oder durch einen Akt der Währungsbehörden.

Exporte werden durch eine Aufwertung verteuert, Importe verbilligt. Bei Währungen, die auf einem System fester Kurse und einer gemeinsamen Paritätsgrundlage beruhen, bedeutet eine Aufwertung die Heraufsetzung ihrer Währungsparität (Kursverbesserung). Unter den Bedingungen flexibler Währungskurse (Floating) verbessert sich der Außenwert einer Währung gegenüber anderen Währungen (Kursverbesserung). >Wahrung

Auch: Revaluation, Revalvation. Erhöhung des Aussenwertes einer Währung. Dies kann marktmässig erfolgen, d. h. durch Steigen des Wechselkurses der eigenen Währung gegenüber anderen Währungen im Devisenhandel bzw. -markt. Auf- und Abwertungen einer Währung in dieser Form vollziehen sich am Devisenmarkt permanent je nach laufender Angebots- und Nachfragesituation. Sie setzen flexible - frei schwankende oder zumind. innerhalb gewisser Grenzen freie - Wechselkurse voraus. I. e. S. spricht man von Währungsaufwertung, wenn durch Anordnung der Regierung oder der Zentralbank eines Landes die Parität oder der Leitkurs der eigenen Währung gegenüber anderen Währungen heraufgesetzt wird. Diese Art der Aufwertung findet sich in Währungssystemen mit festen Wechselkursen oder solchen mit Stufenflexibilität, in denen die Wechselkurse innerhalb bestimmter Grenzen (Interventionspunkte, Bandbreiten) schwanken können. Eine Währungsaufwertung erfolgt meist als Anpassung an die Preis- bzw. Kaufkraftverhältnisse zwischen In- und Ausland, bei wesentlich niedrigerer Geldentwertung im eigenen Land gegenüber anderen Ländern. Nach der Aufwertung muss bei Preisnotierung der Devisen für ausländisches Geld weniger an inländischem bezahlt werden als vorher, bzw. bei Mengennotierung erhält man für die inländische Geldeinheit mehr ausländische als zuvor. Durch eine Aufwertung werden - unveränderte Warenpreise vorausgesetzt - der Import verbilligt und die Ausfuhr verteuert, ausgedrückt in ausländischer Währung. Stark und nachhaltig aktive Leistungsbilanzen können auf diese Weise in Richtung Gleichgewicht gebracht werden. Aufwertungen sind in der Realität, da sie tendenziell zur Passivierung der Aussenhandelsbilanz eines Landes führen, seltener. Ggs.: Abwertung, Devalvation.

Veränderung des Wechselkurses der inländischen Währung gegenüber den ausländischen Währungen, die in der Mengennotierung ($/l DM) mit einem Anstieg des Wechselkurses verbunden ist; die inländische Währungseinheit ist nach einer Aufwertung in Auslandswährung mehr wert. Werden die Wechselkurse, wie in der Bundesrepublik üblich, in der Preisnotierung angegeben (DM/ 1 $), so ist eine Aufwertung an dem Sinken der Devisenkurse abzulesen. Sinkt z. B. der Devisenkurs des US-$ von 1,60 DM auf 1,50 DM, so hat sich die DM gegenüber dem $ aufgewertet. Im umgekehrten Falle spricht man bei einem Anstieg der Devisenkurse von Abwertung. Eine Aufwertung vollzieht sich in einem flexiblen Wechselkurssystem immer dann, wenn die Nachfrage nach inländischer Währung (aus Exporten, Übertragungen ins Inland, Kapitalimporten, Devisenverkäufen der Zentralbanken) in einer Periode über das Angebot an inländischer Währung (aus Importen, Übertragungen ins Ausland, Kapitalexporten, Devisenkäufen der Zentralbanken) hinausgeht. In einem Festkurssystem bedeutet eine Aufwertung die Neufestsetzung von Paritäten zu anderen Währungen, wenn die Angebotsund Nachfragekräfte den Marktkurs über eine festgelegte Bandbreite hinaus vom vereinbarten Paritätskurs entfernen, und dieser Paritätskurs von den beteiligten Zentralbanken nicht mehr verteidigt werden soll. Eine Aufwertung verteuert tendenziell die heimischen Exporte auf den Weltmärkten und verbilligt die Importe. Bei normaler Reaktion verschlechtert eine Aufwertung die Leistungsbilanz, d.h. der Überschuss wird verringert und im Extremfall sogar durch ein Defizit abgelöst (Zahlungsbilanzmechanismus).  

Vorhergehender Fachbegriff: Aufwendungen, vergebliche | Nächster Fachbegriff: Aufzeichnungspflichten



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Weltumweltkonferenz | Notverordnung | Kostenrechnungssoftware

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2023-2024 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon