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Marktanteil

Der Marktanteil ist das Verhältnis des Absatzmengenvolumens eines Unternehmens oder eines Produkts zum Volumen des relevanten Markts in einem Jahr. In Ermangelung von Mengenangaben wird der Marktanteil oft auf der Basis von Umsätzen berechnet.

Der Marktanteil ist ein Maßstab für die Bedeutung, die ein Anbieter in einem Marktsegment hat, und wird als wesentliche Größe für den Einfluss auf den langfristigen Erfolg eines Unternehmens betrachtet. Es wird unterschieden zwischen dem quantitativen Marktanteil, der als Anteil eines Unternehmens am Gesamtmarkt gemessen in Umsatz- oder Absatzzahlen ausgedrückt wird, und dem qualitativen Marktanteil, für den beispielsweise der Stammkundenanteil als Richtlinie gilt.

der prozentuale Anteil am gesamten Volumen eines sachlich und regional abgegrenzten Marktes, den ein Unternehmen in einer bestimmten Periode erreicht. Der Anteil kann sich dabei auf den mengenmäßigen Absatz oder auf den wertmäßigen Umsatz beziehen. Die Aussagefähigkeit und Verwendbarkeit des Marktanteils für unternehmerische Entscheidungen steht und fällt mit der »richtigen« Marktabgrenzung.

Zur Bestimmung der strategischen Position eines Unternehmens bzw. einer strategischen Geschäftseinheit wird in aller Regel nicht der absolute, sondern der relative Marktanteil herangezogen. Dabei wird der eigene Marktanteil zum Marktanteil des stärksten, im PIMS rojekt zu den drei stärksten Konkurrenten in Beziehung gesetzt. Denn nicht die absolute Höhe des Marktanteils, sondern nur der Vorsprung im Marktanteil vor der Konkurrenz schafft Wettbewerbsvorteile, z.B. über die Ausnutzung der –, Erfahrungskurve. In der Boston Matrix ist der relative Marktanteil das alleinige Maß der Wettbewerbsposition gegenüber den Konkurrenten, während in anderen Portfolio-Konzepten neben dem Marktanteil auch Größen wie die Produktqualität, die Qualität des Managements, das Produktions- und Innovationspotential oder die Finanzkraft als Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden.

Die Bedeutung des Marktanteils als strategischer Erfolgsfaktor galt lange Zeit als unbestritten, ist aber in jüngerer Zeit durch theoretische und empirische Analysen ins Wanken geraten, die die Kausalität in Frage stellen und auch für kleine Marktanteile hohe Renditechancen aufzeigten.

Der Marktanteil ist eine Kennzahl zur Messung der Bedeutung einer Unternehmung am Markt. Je größer er ist, um so marktbeherrschender ist die Unternehmung. Er mißt letztlich die Konkurrenzstärke. Der Marktanteil kann sowohl für den Absatz-als auch für den Beschaffungsmarkt, und zwar sowohl mengen- als auch wertmäßig ermittelt werden.

In der Gesundheitswirtschaft:

Der wert- oder mengenmäßige Anteil eines Unternehmens an einem bestimmten, abgegrenzten Gesamtmarkt. Für die Wettbewerbssituation einer Branche ist der Marktanteil ein wichtiger Indikator.

Auch auf dem Krankenhausmarkt spielt der Marktanteil mittlerweile eine Rolle. Einmal wird der Marktanteil einzelner großer privater Krankenhausketten betrachtet, zum anderen spielt er im Hinblick auf Kartellverfahren auf dem räumlich relevanten Markt eine Rolle. Selbst die größten privaten Krankenhausketten haben heute jedoch einen bundesweiten Marktanteil von unter drei Prozent. So liegt der rechnerische Marktanteil der Ende Oktober 2005 von der Fresenius AG übernommenen Helios Kliniken GmbH selbst nach der Einbeziehung der zu Fresenius gehörenden Wittgensteiner Kliniken AG mit einem gemeinsamen rechnerischen Umsatzvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro bei nur 2,3 Prozent des Gesamtmarktes (rund 65 Milliarden Euro).

Als Marktanteil eines Unternehmens bezeichnet man den prozentualen Anteil des Unternehmens am gesamten Marktvolumen. Man unterscheidet den wert- und den mengenmäßigen Marktanteil. Der wertmäßige Marktanteil wird wie folgt definiert:

Wertmäßiger Marktanteil = Umsatz des Unternehmens : wertmäßiges Marktvolumen der betrachteten Leistung. Analog lässt sich ein mengenmäßiger Marktanteil berechnen:

Mengenmäßiger Marktanteil = Absatzmenge des Unternehmens : mengenmäßiges Marktvolumen.

Der Marktanteil gibt Auskunft über die Stellung des Unternehmens auf dem Markt. Hinsichtlich der Stellung gegenüber der Konkurrenz ist der relative Marktanteil besonders aussagefähig (Erfahrungsfeur-vc). Er ergibt sich aus dem Verhältnis des eigenen Marktanteils zu dem des stärksten Konkurrenten. Die Veränderung des Marktanteils ist ein wichtiger Indikator für die Behauptung des Unternehmens am Markt.

Prozentualer Anteil der an einem bestimmten Finanzmarkt oder am Gesamtbankmarkt abgesetzten Bankleistungen einer Bank am Gesamtabsatz aller Banken an diesem Markt.

Verhältnis des von der Unternehmung im Planungszeitraum realisierten Absatz- bzw. Umsatzvolumens (in Mengen- bzw. Geldeinheiten) zum Marktvolumen des Produkts. Der Marktanteil ist eine wichtige Zielgrösse der Unternehmung sowie ein Indikator für die Wettbewerbs- und Machtverhältnisse der jeweiligen Marktseite (PIMS-Modell). Die Ermittlung kann in Konsumgütermärkten auf der Produzenten-, Händler- und Konsumentenebene erfolgen, wobei man häufig Daten aus Handelspanels und Haushaltspanels verwendet. Bei der Prognose des Marktanteils bei neuen Konsumgütern werden u.a. das Parfitt-Collins-Modell und das Eskin- Modell genutzt. In der strategischen Marketingplanung wird zuweilen auch der "relative" Marktanteil verwendet. Er ist definiert als Marktanteil des betrachteten Unternehmens, ins Verhältnis gesetzt zum Marktanteil der zwei bis drei grössten Mitbewerber.   Literatur: Hill, W., Marketing, Bd. I, 6. Aufl., Stuttgart, Bern 1988.

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